Klimawandel

Fakt ist: Das Klima auf der ganzen Welt verändert sich, und das passiert nicht einfach so, sondern die Menschen und ihr Verhalten sind zum großen Teil dafür verantwortlich. Jetzt könnte man sagen: „Klasse, Deutschland ist mir sowieso viel zu kalt, ist doch schön, wenn ich endlich auch im Februar in kurzer Hose und T-Shirt rumlaufen kann!“ Aber so einfach ist das nicht. Auf dieser Seite wollen wir euch wichtige Begriffe rund um den Klimawandel erklären, was er bewirkt und was ihr dagegen tun könnt.

Zum Einstieg gibt es hier kurze Erklärungen zu wichtigen Wörtern rund ums Thema:

Klimawandel

Das Klima verändert sich immer, das ist ganz normal und immer wieder passiert, seit die Erde existiert. Warum ist der Klimawandel also schlecht? Weil er hauptsächlich von Menschen verursacht wird, und das Gleichgewicht auf der Erde durcheinanderbringt. Dauerhaft können wir so nicht weiterleben. Wenn wir hier vom Klimawandel sprechen, meinen wir immer den anthropogenen, also vom Menschen gemachten.

Treibhauseffekt

Eigentlich brauchen wir Treibhausgase, um überhaupt auf der Erde leben zu können, sonst läge die Durchschnittstemperatur bei MINUS 15°C! Die Gase sorgen dafür, dass die wärmende Strahlung der Sonne nicht direkt wieder in die Atmosphäre zurückgeht. Da wir Menschen aber zu viele Treibhausgase verursachen, wird der natürliche Effekt verstärkt und die Erde wird immer mehr aufgeheizt.

Emissionen

Emissionen sind Störfaktoren, die in die Umwelt abgegeben werden. Dazu gehört zum Beispiel CO2, das durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle und Öl entsteht und den Treibhauseffekt verstärkt. Andere Treibhausgase sind Methan, das Kühe bei der Verdauung produzieren, oder Lachgas, die eine noch stärkere Wirkung haben als CO2.

Zwei-Grad-Ziel

Die weltweite Klimapolitik hat das Ziel, die Erderwärmung auf 2°C im Vergleich zum Niveau vor der Industrialisierung zu begrenzen. Eine Begrenzung der Erderwärmung soll verhindern, dass Schäden entstehen, die man nicht wieder rückgängig machen kann. Natürlich geht es nicht um genau Zwei Grad, aber der Begriff ist zu einem Symbol dafür geworden, dass alle Länder der Erde zusammenarbeiten müssen, um Klimaschutz wirkungsvoll zu betreiben.

MDGs
Die Millennium Development Goals (Millenniums-Entwicklungsziele) sind von wichtigen Politikern von der ganzen Welt im Jahr 2000 beschlossen worden. Sie beschreiben die Aufgaben der internationalen Politik im 21. Jahrhundert. Ganz oben auf der Liste stand die Reduzierung von Armut und auch die Verbesserung von Bildung und Gesundheit weltweit. Aber auch der Klimaschutz sollte vorangetrieben werden. 2015 laufen die Ziele aus und es ist zwar etwas passiert, die Ziele sind aber nicht alle erfüllt worden. Wie es nächstes Jahr weiter geht, ist noch nicht klar.

Ökologischer Fußabdruck
Der Ökologischer Fußabdruck zeigt den jährlichen Konsum von natürlichen Ressourcen der Menschen an, und zwar als Fläche gemessen. Dabei wird der Ressourcenverbrauch für Lebensmittel, Kleidung, Verkehr, Wohnen usw. zusammengerechnet. Weil unsere Erde ja nicht unendlich groß ist, haben alle Menschen eigentlich nur eine gewisse Fläche zur Verfügung. Wenn aber jeder so leben würde wie der Durchschnittsbürger in den Vereinigten Staaten, dann bräuchten wir eine Fläche von 4,5 Erden!

Kippelemente
Der Klimawandel ist so „langsam“, dass man ihn gar nicht merkt? Für einige Elemente trifft das zu, aber es gibt sogenannte Tipping Points, die plötzliche und unumkehrbare Ereignisse markieren, die durch den Klimawandel verursacht werden und ihn selbst auch noch weiter beschleunigen. Dazu zählt zum Beispiel das Wegschmelzen des Grönlandeises und das Verschwinden des Amazonasregenwaldes.

Ozonloch
Über der Erde liegt die Ozonschicht, die die starke Strahlung der Sonne abmildert und uns so zum Beispiel vor Sonnenbrand schützt. Das Ozonloch ist eine starke Ausdünnung dieser Schicht, vor allem über dem Südpol. Verursacht wurde das vor allem durch FCKW, weswegen dieser Stoff heute in vielen Bereichen verboten ist. Deshalb wird das Ozonloch zum Glück langsam wieder kleiner.

Die Grenzen des Wachstums
1972 wurde eine Studie mit diesem Namen veröffentlicht,  in der mögliche Entwicklungen der Welt in der Zukunft angeschaut wurden. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Menschen auf Dauer nicht so weitermachen können, wie bisher:

„Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht.“

Die Schätzungen waren nicht alle ganz richtig, aber trotzdem hat dieser Bericht Aufmerksamkeit für das Umweltproblem erregt.

IPCC
Der IPCC ist ein Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderung. Das klingt kompliziert, ist es aber gar nicht so sehr: Die Länder der Erde brauchen ein unabhängiges Gremium, das ihnen wissenschaftliche Informationen über die Ursachen des Klimawandels, die möglichen Folgen für die Umwelt, die Menschen und die Wirtschaft und über die Perspektiven zur Minderung des Klimawandels gibt. Genau das macht dieser Ausschuss.


Du hast noch mehr Fragen? Dann schau doch mal hier vorbei:

Greenpeace

Klima sucht Schutz

Von Germanwatch gibt es ein Poster zur Herausforderung, die der weltweite Klimawandel darstellt und auch viele Kommentare zur Klimapolitik.

Berechne deinen eigenen ökologischen Fußabdruck.

Wenn du mehr über die MDGs wissen möchtest, findest du hier ein Video und noch ausführlichere Informationen.