Folgen des Klimawandels

Die Folgen des Klimawandels kann man überall beobachten, wie unsere Karte zeigt:

Klimafolgen-NH

Allerdings gibt es Regionen, die besonders stark vom Klimawandel betroffen sind. Und dabei sind vor allem Länder betroffen, die nicht so stark zum Klimawandel beigetragen haben wie das die Industriestaaten getan haben, zu denen auch Deutschland zählt. Zum Beispiel ist die Region der Pazifikinseln insgesamt für nur 0,03% der globalen CO2 Emissionen verantwortlich, obwohl sie ungefähr 0,12% der Weltbevölkerung umfasst. Dabei macht sich der Klimawandel dort besonders bemerkbar:

 
Tuvalu ist ein Inselstaat im Pazifischen Ozean und ist nur 26km2 groß. Die Bewohner sind besonders stark von Klimawandel betroffen, weil die Inseln mit dem Anstieg des Meeresspiegels immer weiter im Wasser versinken und langsam untergehen. Der höchste Punkt des Landes ragt nur 3 Meter über das Meer hinaus. Außerdem gibt es immer mehr Überschwemmungen bzw. Sturmfluten, und das Grundwasser wird immer mehr versalzen, weil es sich mit dem Meerwasser mischt. Es kann sein, dass in einigen Jahren niemand mehr auf den Inseln leben kann.

Man sieht also, dass der Anstieg des Meeresspiegels die größte Bedrohung für Tuvalu ist. Aber warum ist das eine Folge des Klimawandels? Hauptsächlich steigt der Meeresspiegel, weil Gebirgsgletscher und auch das Grönlandeis abschmelzen.

Eine ausführliche Übersicht über die Folgen des Klimawandels für Tuvalu hat Germanwatch zusammengestellt.
 


Nicht nur zu viel, sondern auch zu wenig Wasser ist nicht gut, und eine Folge des Klimawandels: In der Sahelzone, die in Afrika zwischen der Sahara-Wüste und der Feuchtsavanne liegt, ist die Durchschnittstemperatur in den letzten 35 Jahren um 1 bis 2°C angestiegen. Dadurch hat sich die Vegetationsperiode verkürzt, in der Landwirtschaft betrieben werden kann. Außerdem sind die seltenen Niederschläge so stark, dass die Bewohner der Sahelzone sowohl Dürreperioden als auch enorme Überschwemmungen ertragen müssen. So verstärkt sich das Hungerrisiko dort noch weiter.

Mehr über die Betroffenen des Klimawandels könnt ihr bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) nachlesen.


 

Auch in Südamerika macht sich der Klimawandel bemerkbar: Die Andengletscher boten den Einwohnern von Peru eigentlich immer genug Trinkwasser über das ganze Jahr hinweg. Durch den Klimawandel schmelzen aber die Eiskappen im Gebirge, die als natürliche Wasserspeicher dienen, und der Niederschlag fällt nicht mehr so oft als Schnee, der erhalten bleibt, sondern in Form von Regen, der im Boden versickert. 

Bolivien, auch ein Land in Südamerika, ist besonders betroffen von extremen Wetterereignissen: starke Niederschläge verursachen Überschwemmungen und Erdrutsche. Die ärmere Bevölkerung ist davon noch mehr betroffen als der Rest, da ihre Häuser an Hängen gebaut sind und kein richtiges Fundament haben, sodass ganze Stadtviertel durch ein Unwetter zerstört werden können.

In Brasilien, dem größten Land Südamerikas, wird außerdem sehr viel Regenwald abgeholzt: 2002 bis 2013 waren es 161.000 Quadratkilometer! (Zum Vergleich: Deutschland ist etwa 357.000 Quadratkilometer groß.) Dadurch sterben viele Tier- und Pflanzenarten aus (Verlust von Biodiversität), der Grundwasserspiegel sinkt ab und es wird viel CO2 freigesetzt, das die Regenwald-Bäume über Jahre gespeichert haben. So verändert sich nicht nur das Klima in Südamerika, sondern auch auf der ganzen Welt! Der Amazonasregenwald gehört zu den sogenannten Kipp-Elementen.
 

Das Projekt protect the climate hat noch viele weitere Informationen dazu gesammelt und erklärt besonders den Zusammenhang von Klimawandel und Armut.


Auch Greenpeace stellt mit vielen Fotos und Videos dar, welche vielfältigen Folgen der Klimawandel hat. Dort findest du noch mehr Beispiele von Menschen, die besonders stark betroffen sind.