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Essen müssen wir ja nun mal alle, und wir haben so viel Auswahl! Da verliert man schnell den Überblick. Wir zeigen euch, was bei nachhaltiger Ernährung wichtig ist und wie ihr mit gutem Gewissen schlemmen könnt.

Warum ist nachhaltige Ernährung wichtig??

Moderne Landwirtschaftsmethoden mit Massentierhaltung und hohem Einsatz von Kunstdünger belasten durch hohe Treibhausgas-Emissionen das Klima. Die Abholzung von Urwäldern zerstört nicht nur die Lebensgrundlage der dort lebenden Pflanzen und Tiere, sondern vernichtet mit den Wäldern auch eine unschätzbare Vielfalt an Pflanzen, die wir noch nicht einmal alle kennen (Verlust an Biodiversität) und natürliche CO2-Speicher. (Ein Zitat von Greenpeace)

Mehr zum Klimawandel findet ihr auch in unserer Rubrik dazu.

Vier Aspekte gibt es, auf die ihr Wert legen solltet:

Bio: Die meisten Lebensmittel, die wir im Supermarkt kaufen, sind mit Pestiziden behandelt worden oder aus gentechnisch verändertem Saatgut gezogen worden. Das ist nicht sonderlich gut für die Umwelt. Und auch der Gesundheit tut der Konsum von konventionellen Lebensmitteln nicht sehr gut. Bio-Lebensmittel sind oft auch leckerer als die normalen, außerdem muss man bei Obst und Gemüse die Schale nicht abmachen.

Bei tierischen Lebensmitteln ohne Biosiegel werden die Tiere meist in Massentierhaltung gezüchtet, haben keinen natürlichen Freiraum und ihr Futter ist so konzipiert, dass sie möglichst schnell viel Gewicht zulegen.  Bei Bio-Fleisch oder -Milchprodukten haben die Tiere mehr Zeit zu wachsen, bekommen fast nur Futter vom selben Bauernhof und haben Anspruch auf ein Außengelände.

Greenpeace hat noch mehr Infos für euch.

Fair: Schokolade, Bananen, Reis: Vieles von unserem Essen stammt aus fernen Ländern, zum Beispiel aus Afrika, Südamerika oder Asien. Dort ist der Lebensstandard nicht sehr hoch. Und genau das nutzen viele europäische Unternehmen aus, indem sie den Bauern keine gerechten Löhne zahlen. Bei Produkten mit dem Fairtrade-Siegel ist das anders: Kinder-Arbeit ist verboten, die Eigenständigkeit kleiner Kooperativen wird gefördert und die Bauern bekommen einen Mindestpreis für ihre Waren, der garantiert über dem Weltmarktpreis liegt. Mit der Fairtrade-Prämie, die sie außerdem bekommen, können Kooperativen Schulen oder Gesundheitszentren bauen.

TransFair ist Vorreiter auf diesem Gebiet.

Regional: Heutzutage bekommen wir im Supermarkt nahezu alles, was wir uns vorstellen können, von Ananas über Kaffee. Vieles von dem, was wir einkaufen, kann aber gar nicht bei uns angebaut werden. Durch die langen Transportwege von mehreren tausend Kilometern entstehen hohe Treibhausgas-Emissionen. Besser ist es also, so regional wie möglich einzukaufen. Schaut doch einfach mal, was in eurer Umgebung angebaut wird. In Bio-Märkten oder gar Hofläden findet ihr auf jeden Fall regionale Produkte. Aber auch viele Supermärkte haben inzwischen solche Lebensmittel im Angebot.

Saisonal: Wenn man Produkte aus der eigenen Region kauft, dann merkt man schnell: Es gibt nicht immer alles! Warum? Obst und Gemüse wächst bei uns nicht zu jeder Jahreszeit. Wenn ihr also beispielsweise Erdbeeren im November kauft, dann wurden die entweder im Gewächshaus gezüchtet, oder kommen aus südlichen Ländern mit langem Transportweg. Beides verursacht hohe CO2-Emissionen. Um das zu verhindern, ist es besser, saisonal einzukaufen.

Slow Food hat einen schönen Saisonkalender für Obst und Gemüse zusammengestellt – mit kurzen Infos zu den Sorten!